Nordic Walking Nachteile: 11 Risiken und wer vorsichtig sein sollte

Nordic Walking ist gesund – aber nicht für jeden unbedenklich. Obwohl dieser Ausdauersport deutschlandweit über 2 Millionen aktive Teilnehmer begeistert, gibt es spezifische Risikogruppen und tatsächliche Nachteile, die Sie vor dem Start kennen sollten.

In diesem Expertenleitfaden erfahren Sie:

  • Welche 11 Personengruppen Nordic Walking meiden oder anpassen müssen
  • Die konkreten Nachteile dieser Sportart (Kosten, Technik, Stigma)
  • Häufige Fehler und wie Sie diese vermeiden
  • Alternativen für Betroffene

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • 11 Risikogruppen sollten Nordic Walking nur mit ärztlicher Abklärung ausüben
  • Technische Komplexität erfordert professionelle Anleitung für korrekte Ausführung
  • Anschaffungskosten von 40-200€ für hochwertige Stöcke plus Zubehör
  • Nicht für Kinder unter 10 Jahren geeignet (fehlende Koordination)
  • Alternative Sportarten sind bei bestimmten Erkrankungen sicherer

Die tatsächlichen Nachteile von Nordic Walking

Bevor wir auf die Risikogruppen eingehen, beleuchten wir die objektiven Nachteile dieser Sportart:

1. Anschaffungskosten und Ausrüstung Initiale Investition: 150-300€ Gesamtkosten

  • Stöcke: 40-200€ (Qualitätsunterschiede zwischen Aluminium und Carbon)
  • Spezialschuhe: 60-150€
  • Funktionskleidung: 50-100€
  • Gummipuffer: 10-25€ für Asphaltnutzung

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2. Technische Lernkurve

Nordic Walking ist technisch anspruchsvoll. Die koordinierte Arm-Bein-Bewegung erfordert 4-8 Trainingseinheiten unter professioneller Anleitung.

Typische Anfängerfehler:

  • Falscher Stockeinsatz (zu weit vorne oder hinten)
  • Verkrampfte Handführung
  • Fehlende Rumpfrotation
  • Falsche Stocklänge

→ Detaillierte Anleitung: Meistern Sie die Nordic Walking Technik

→ Vermeiden Sie Fehler: Die 7 häufigsten Fehler beim Nordic Walking

3. Soziale Stigmatisierung

In Deutschland wird Nordic Walking oft als „Seniorensport“ wahrgenommen. Jüngere Sportler berichten von Hemmungen, diese Sportart auszuüben.

Realität: Nordic Walking verbrennt bis zu 46% mehr Kalorien als normales Gehen und trainiert 90% der Muskulatur – unabhängig vom Alter.

4. Eingeschränkte Orte für Ausübung

Ungeeignete Locations:

  • Überfüllte Innenstadtgehwege
  • Enge Waldwege (Stolpergefahr)
  • Steile Bergpfade (Instabilität)
  • Sehr steiniges Gelände

Ideal für Deutschland: Gut ausgebaute Waldwege, Parks und ländliche Radwege in Regionen wie dem Schwarzwald, der Lüneburger Heide oder dem Allgäu.

5. Wetterabhängigkeit

Nordic Walking ist bei extremen Wetterbedingungen problematisch:

  • Winter: Rutschgefahr auf Eis und Schnee (spezielle Spike-Pads erforderlich)
  • Starkregen: Nasse Griffe, reduzierte Sicht
  • Extreme Hitze: Erhöhte Kreislaufbelastung

Für wen ist Nordic Walking nicht geeignet? – Die 11 Risikogruppen

1. Personen mit schwerwiegenden Gelenkproblemen

Betroffene Erkrankungen:

  • Fortgeschrittene Arthrose (Knie, Hüfte, Schulter)
  • Rheumatoide Arthritis in aktiver Phase
  • Akute Gelenkentzündungen

Warum problematisch: Trotz der grundsätzlich gelenkschonenden Natur des Nordic Walking kann die repetitive Belastung bei stark geschädigten Gelenken Schmerzen verstärken. Der Stockeinsatz belastet zusätzlich Schulter-, Ellbogen- und Handgelenke.

Alternative: Aquafitness oder Schwimmen – komplett gelenkentlastend durch Auftrieb

Handlungsempfehlung: ✓ Orthopädische Voruntersuchung verpflichtend ✓ Start mit 10-15 Minuten pro Einheit ✓ Bei Schmerzen sofort abbrechen

2. Personen mit instabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Betroffene Diagnosen:

  • Herzinsuffizienz (NYHA III-IV)
  • Koronare Herzkrankheit mit instabiler Angina pectoris
  • Unkontrollierter Bluthochdruck (>180/110 mmHg)
  • Herzrhythmusstörungen

Warum problematisch: Nordic Walking erhöht die Herzfrequenz um 10-20 Schläge/Minute mehr als normales Gehen. Bei instabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann dies gefährliche Komplikationen auslösen.

Expertenmeinung (Prof. Dr. Klaus Bös, Sportwissenschaftler): „Bei kardialen Vorerkrankungen ist eine sportmedizinische Belastungsuntersuchung vor Trainingsaufnahme zwingend erforderlich.“

Alternative: Spazierengehen auf ebener Strecke mit Pulskontrolle

Mehr erfahren: Wie wirkt sich Nordic Walking auf den Körper aus?

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3. Personen mit Lungenerkrankungen

Betroffene Erkrankungen:

  • COPD (Stadium III-IV)
  • Schweres Asthma bronchiale
  • Lungenfibrose
  • Akute Atemwegsinfekte

Warum problematisch: Der Sauerstoffbedarf steigt beim Nordic Walking um 20-30%. Bei eingeschränkter Lungenkapazität kann dies Atemnot, Hustenanfälle oder Bronchospasmen auslösen.

Anpassungsmöglichkeit:

  • Extrem langsames Tempo (max. 4 km/h)
  • Flache Strecken ohne Steigungen
  • Training nur bei optimalen Luftverhältnissen
  • Notfallspray immer griffbereit

4. Schwangere Frauen (ab 6. Monat)

Trimester 1-5: Nordic Walking in moderater Intensität meist unbedenklich
Trimester 6-9: Zunehmende Risiken

Warum problematisch im 3. Trimester:

  • Verlagerter Körperschwerpunkt erhöht Sturzgefahr
  • Zusätzliche Belastung durch Stockeinsatz
  • Überanstrengung des Kreislaufsystems
  • Atmung erschwert durch Platzproblematik

Alternative: Schwangerschaftsgymnastik, sanftes Gehen ohne Stöcke, Schwimmen

Wichtig: Individuelle gynäkologische Freigabe einholen

5. Kinder unter 10 Jahren

Entwicklungsbedingte Einschränkungen:

  • Körpergröße: Stöcke zu lang und schwer
  • Koordination: Komplexe Bewegungsabläufe überfordern
  • Konzentration: Fehlt für 30-45 Minuten kontinuierliches Training
  • Motivation: Bewegungsform nicht altersgerecht

Alternative für 6-10 Jahre:

  • Bewegungsspiele im Freien
  • Kindgerechte Ballsportarten
  • Radfahren oder Schwimmen
  • Walking-Fußball (ab 8 Jahren)

Ab 10-12 Jahren: Langsame Heranführung mit kürzeren Trainingseinheiten (15-20 Min.) möglich

6. Personen mit neurologischen Erkrankungen

Betroffene Diagnosen:

  • Multiple Sklerose (mittelschwer bis schwer)
  • Parkinson-Erkrankung
  • Schlaganfall mit Restlähmungen
  • Polyneuropathie

Warum problematisch:

  • Eingeschränkte Muskelkoordination
  • Reduzierte Kraftübertragung
  • Erhöhtes Sturzrisiko durch Gleichgewichtsstörungen
  • Spastische Lähmungen erschweren fließende Bewegungen

Anpassungsmöglichkeit: Bei leichten neurologischen Einschränkungen kann Nordic Walking unter physiotherapeutischer Anleitung möglich sein – allerdings nur auf ebenen, sicheren Wegen.

Alternative: Sitzgymnastik, Wassertherapie, assistiertes Gehen mit Rollator

7. Personen mit Gleichgewichtsproblemen

Ursachen:

  • Vestibuläre Störungen (Innenohr)
  • Medikamentennebenwirkungen (Psychopharmaka, Blutdrucksenker)
  • Altersbedingte Gleichgewichtsminderung
  • Schwindelsyndrome

Warum problematisch: Der Stockeinsatz auf unebenem Untergrund erhöht die Sturzgefahr massiv. Stürze mit Stöcken können zu schwereren Verletzungen führen als beim normalen Gehen.

Sicherheitstipps falls dennoch Ausübung: ✓ Nur auf asphaltierten, ebenen Wegen ✓ Begleitperson verpflichtend ✓ Nordic Walking Stöcke mit extra breiten Gummipuffern ✓ Maximale Dauer: 15 Minuten

8. Personen mit schweren Sehbehinderungen

Betroffene:

  • Hochgradige Sehbehinderung (Visus <30%)
  • Gesichtsfeldeinschränkungen
  • Blindheit

Warum problematisch:

  • Hinderniserkennung stark eingeschränkt
  • Stockplatzierung unpräzise
  • Erhöhte Kollisionsgefahr mit anderen Walkern
  • Orientierung auf wechselndem Gelände schwierig

Mögliche Lösung: Nordic Walking nur in Begleitung eines Sehenden auf hindernisfreien, bekannten Strecken. Alternativ: Laufband-Training mit festmontierten Stöcken.

9. Personen mit Adipositas (BMI >35)

Warum Nordic Walking dennoch sinnvoll ist: Nordic Walking ist grundsätzlich ausgezeichnet zum Abnehmen geeignet – allerdings müssen stark übergewichtige Personen (Adipositas Grad II-III) besonders vorsichtig sein.

Risiken:

  • Übermäßige Gelenkbelastung trotz Stockunterstützung
  • Schnelle Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Hautirritationen durch Reibung
  • Erhöhte Sturzgefahr bei reduzierter Beweglichkeit

Empfohlener Trainingsaufbau:

  1. Phase 1 (Woche 1-4): Nur Gehen ohne Stöcke, 10-15 Min./Tag
  2. Phase 2 (Woche 5-8): Einführung der Stöcke, 20 Min./Tag
  3. Phase 3 (ab Woche 9): Steigerung auf 30-45 Min., 3x/Woche

Kalorienvorteil: Kalorienverbrauch beim Nordic Walking liegt bei 400-600 kcal/Stunde (vs. 250-300 kcal beim normalen Gehen)

Alternative Einstiegssportarten:

  • Aquafitness (gelenkentlastend durch Wasser)
  • Fahrradergometer
  • Schwimmen

10. Personen mit Osteoporose

Paradoxon: Nordic Walking ist zur Prävention von Osteoporose hervorragend geeignet. Bei bestehender schwerer Osteoporose kann es jedoch riskant werden.

Warum problematisch:

  • Wirbelkörpereinbrüche durch Stockimpulse möglich
  • Sturz kann zu multiplen Frakturen führen
  • Belastungsspitzen in Handgelenken, Schultern

DEXA-Wert als Richtwert:

  • T-Score >-2,5: Nordic Walking unbedenklich
  • T-Score -2,5 bis -3,5: Nur mit ärztlicher Freigabe und angepasster Technik
  • T-Score <-3,5: Alternative Sportarten bevorzugen

Modifikationen bei Osteoporose: ✓ Sehr langsames Tempo (max. 4 km/h) ✓ Reduzierter Stockeinsatz (weniger Druck) ✓ Nur ebene Wege ohne Stolperfallen ✓ Korrekte Stocklänge essenziell (Körpergröße x 0,66)

11. Ältere, gebrechliche Personen

Wichtige Differenzierung: Das Alter allein ist kein Ausschlusskriterium. Viele 70-90-jährige profitieren enorm von Nordic Walking. Entscheidend ist der individuelle Fitnesszustand.

Ausschlusskriterien:

  • Stark reduzierte Gehgeschwindigkeit (<2 km/h)
  • Gehstrecke ohne Pause <200 Meter
  • Mehrfache Stürze in den letzten 6 Monaten
  • Ausgeprägte Sarkopenie (Muskelschwund)

Geeignet für „fitte Senioren“: Nordic Walking für Senioren verbessert nachweislich Gleichgewicht, Ausdauer und Lebensqualität – vorausgesetzt, die Grundfitness stimmt.

Alternative bei Gebrechlichkeit:

Welche Fehler kann man beim Nordic Walking machen?

Selbst für gesunde Personen birgt falsche Technik Verletzungsrisiken. Die häufigsten Fehler:

1. Falsche Stocklänge (häufigster Fehler)

Problem: Zu lange Stöcke → Schulterverspannungen, Nackenschmerzen
Zu kurze Stöcke → Rückenschmerzen, reduzierte Effektivität

Lösung: Körpergröße x 0,66 = ideale Stocklänge

  • Beispiel: Bei 170 cm → 170 x 0,66 = 112 cm

Detaillierte Anleitung zur richtigen Stocklänge

Stocklängen-Rechner

2. Verkrampfte Handführung

Problem: Dauerhaft geschlossene Fäuste führen zu:

  • Unterarmverspannungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Reduzierter Effektivität

Lösung: Hände beim Nordic Walking richtig öffnen

Korrekte Technik:

  1. Beim Vorschwingen → Hand öffnen
  2. Bei Bodenkontakt → Hand schließen
  3. Beim Abstoßen → fester Griff
  4. Nach hinten Ausschwingen → Hand wieder öffnen

3. Falsche Stockplatzierung

Häufige Fehler:

  • Stock zu weit vorne aufsetzen (Bremswirkung)
  • Stock zu weit hinten (kein Vortrieb)
  • Stock zu weit außen (Schulterfehlbelastung)

Optimal: Stockaufsatz auf Höhe der gegenüberliegenden Ferse

4. Fehlende Rumpfrotation

Problem: Steife Körperhaltung ohne Oberkörperdrehung reduziert:

  • Trainingseffekt um bis zu 40%
  • Kalorienverbrauch
  • Muskelaktivierung im Rumpf

Lösung: Bewusste gegenläufige Schulter-Hüft-Rotation

5. Falsche Schuhe

Ungeeignet:

  • Laufschuhe mit starker Dämpfung (instabil)
  • Straßenschuhe ohne Profil
  • Zu schwere Wanderstiefel

Optimal: Spezielle Nordic Walking Schuhe mit:

  • Flexibler Sohle (gute Abrollbewegung)
  • Mittlerer Dämpfung
  • Gutem Grip
  • Wasserabweisendem Material

6. Falscher Untergrund für Gummipuffer

Fehler: Spike-Pads auf Asphalt oder Gummipuffer auf Waldboden

Richtig:

  • Asphalt/Gehwege: Gummipuffer/Pads
  • Waldboden/Schotter: Spike-Pads für optimalen Grip
  • Winter/Eis: Spezielle Winter-Spikes

7. Zu intensiver Einstieg

Typisch: Anfänger starten mit 60-90 Minuten und überlasten Muskulatur

Empfohlener Trainingsplan:Nordic Walking Trainingsplan für Anfänger

Woche 1-2: 2x 20-30 Minuten
Woche 3-4: 2x 30-40 Minuten
Ab Woche 5: 3x 45-60 Minuten

Warum muss man beim Nordic Walking die Hände öffnen?

Diese Frage verwirrt viele Einsteiger – dabei ist die Antwort biomechanisch eindeutig:

Warum das Öffnen essenziell ist

1. Vermeidung von Verspannungen Dauerhaft geschlossene Hände führen zu:

  • Unterarmverspannungen (bereits nach 10-15 Minuten)
  • Durchblutungsstörungen in Händen und Fingern
  • Schulterhochziehen durch unbewusste Verkrampfung

2. Effektive Kraftübertragung Die Hand kann nur beim Schließen Kraft übertragen. Das Öffnen in der Rückholphase:

  • Entspannt die Muskulatur
  • Ermöglicht längere Trainingseinheiten ohne Ermüdung
  • Verbessert die Griffkraft langfristig

3. Flüssiger Bewegungsablauf Nur durch das Öffnen-Schließen-Muster entsteht der charakteristische, fließende Nordic-Walking-Stil.

Detaillierte Anleitung: Warum Sie beim Nordic Walking Ihre Hände öffnen sollten

Praktische Übung für Anfänger

Schritt 1: Gehen Sie ohne Stöcke und simulieren Sie die Armbewegung
Schritt 2: Öffnen und Schließen Sie bewusst die Hände im Rhythmus
Schritt 3: Nehmen Sie die Stöcke und übertragen Sie die Bewegung

Dauer bis zur Automatisierung: 3-5 Trainingseinheiten

Tipps zur sicheren Ausübung und Alternativen

Sicherheits-Checkliste vor dem Start

Medizinischer Check: Hausarzt-Konsultation bei Vorerkrankungen
Professionelle Einführung: Nordic Walking Kurs buchen
Richtige Ausrüstung: Stöcke, Schuhe, Funktionskleidung
Belastungstest: 2-KM-Walking-Test zur Standortbestimmung
Langsamer Aufbau: Trainingsplan einhalten

Wann sofort abbrechen?

Warnsignale:

  • Brustschmerzen oder Atemnot
  • Starker Schwindel oder Übelkeit
  • Akute Gelenkschmerzen
  • Taubheitsgefühle in Armen/Beinen
  • Extreme Erschöpfung

→ Bei diesen Symptomen: Training stoppen und ärztlich abklären lassen

Gelenkschonende Alternativen zu Nordic Walking

Für Personen mit Gelenkproblemen:

  1. Aquafitness/Aquajogging
    • Gelenkbelastung: 90% reduziert
    • Kalorienverbrauch: 400-500 kcal/h
    • Ideal bei Arthrose
  2. Schwimmen
    • Komplett gelenkentlastend
    • Ganzkörpertraining
    • Kalorienverbrauch: 450-600 kcal/h
  3. Radfahren (Ergometer)
    • Kniefreundlich bei richtiger Einstellung
    • Ausdauertraining
    • Kalorienverbrauch: 350-500 kcal/h

Für Personen mit Gleichgewichtsproblemen:

  1. Sitzgymnastik
    • Sturzrisiko eliminiert
    • Muskel- und Beweglichkeitstraining
    • Kurse deutschlandweit verfügbar
  2. Laufband-Training
    • Kontrollertes Umfeld
    • Haltegriffe für Sicherheit
    • Präzise Belastungssteuerung

Für Kinder und Jugendliche:

  1. Walking-Fußball (ab 8 Jahren) → Spezieller Leitfaden
  2. Bewegungsspiele im Freien
    • Fangen, Verstecken
    • Ballspiele
    • Kindgerechte Ausdauer

Regionale Nordic Walking Gruppen finden

In Deutschland gibt es über 4.000 Walking-Gruppen.

Vorteile des Gruppentrainings: ✓ Professionelle Anleitung ✓ Motivation durch Gleichgesinnte ✓ Regelmäßige Termine ✓ Soziale Kontakte ✓ Sicherheit (gemeinsames Training)

So finden Sie Gruppen in Ihrer Nähe:

Nordic Walking Kurse und Gruppen finden
Nordic Walking WhatsApp-Gruppe in meiner Nähe

Regionen mit besonders aktiven Gruppen:

  • Baden-Württemberg: Schwarzwald, Schwäbische Alb
  • Bayern: Allgäu, Chiemgau, Bayerischer Wald
  • Niedersachsen: Lüneburger Heide, Harz
  • Nordrhein-Westfalen: Sauerland, Teutoburger Wald

Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen

Die wichtigsten Erkenntnisse

Nordic Walking ist gesund – aber nicht für jeden gleichermaßen geeignet
11 Risikogruppen sollten ärztliche Abklärung einholen oder Alternativen wählen
Technik ist entscheidend – falsche Ausführung mindert Nutzen und erhöht Verletzungsrisiko
Professionelle Einführung zahlt sich aus – 4-8 Stunden Kurs reichen für korrekte Technik
Langfristig effektiv – bei 3-5x Training/Woche messbare Gesundheitsverbesserungen

Ihr persönlicher Aktionsplan

Schritt 1: Selbsteinschätzung

  • Gehören Sie zu einer Risikogruppe?
  • Wenn ja → Ärztliche Abklärung vereinbaren

Schritt 2: Ausrüstung

Schritt 3: Technik lernen

Schritt 4: Training starten

Schritt 5: Langfristig dranbleiben

F.A.Q.

Häufig gestellte Fragen

Nordic Walking verbrennt 46% mehr Kalorien als Spazierengehen (400-550 vs. 240-280 kcal/h) und trainiert 90% der Muskulatur. Zum Abnehmen ist Nordic Walking deutlich effektiver.

Ja, besonders Arme, Schultern, Rücken und Beine werden gekräftigt. Der Muskelzuwachs liegt nach 12 Wochen bei 8-18% (abhängig von der Muskelgruppe). Für massiven Muskelaufbau ist jedoch Krafttraining notwendig.

Für erfahrene Walker ja. Anfänger sollten mindestens 1 Pausentag zwischen Einheiten einplanen. Ideal sind 3-5 Trainingstage pro Woche mit jeweils 24-48h Regeneration.

Hauptsächlich die Brustmuskulatur erhält wenig Reize. Ergänzendes Krafttraining (Liegestütze, Bankdrücken) ist sinnvoll für ausgewogene Entwicklung.

Nach 2-3 Wochen: Verbesserte Ausdauer spürbar
Nach 4-6 Wochen: Erste körperliche Veränderungen sichtbar
Nach 12 Wochen: Deutliche Verbesserungen in Fitness, Figur, Gesundheitswerten

Bei korrekter Technik ist Nordic Walking knieschonend (50% weniger Belastung als Joggen). Schmerzen deuten auf falsche Stocklänge, ungeeignete Schuhe oder zu intensive Belastung hin.

Ja, sogar empfohlen. Die Rumpfrotation mobilisiert die Wirbelsäule, kräftigt die Rückenmuskulatur und verbessert die Haltung. 70% der Teilnehmer berichten von reduzierten Rückenschmerzen nach 8-12 Wochen.

Funktionskleidung ist empfehlenswert aber nicht zwingend. Wichtig sind:

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