Betriebliches Gesundheitsmanagement Weiterbildung: 2.000 € investieren für 60.000 € Gehalt
Warum betriebliches Gesundheitsmanagement jetzt wichtiger ist denn je
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) entwickelt sich 2025 zu einem strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und steigende psychische Belastungen am Arbeitsplatz machen qualifizierte BGM-Fachkräfte unverzichtbar.
Studien zeigen: BGM kann den Umsatz pro Mitarbeiter:in um bis zu 50 Prozent steigern. Trotzdem bieten zwar mehr als 62 Prozent der Unternehmen in Deutschland verschiedene Gesundheitsprogramme an, doch oft fehlt eine durchdachte Strategie.
Laut BCG werden 2030 etwa 1,4 Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen. Unternehmen, die mit einem professionellen BGM punkten, haben entscheidende Vorteile im Wettbewerb um Talente. Gut sieben von zehn Personen finden entsprechende Gesundheitsmaßnahmen entscheidend für die Attraktivität eines Unternehmens.
Welche Wege führen in den Beruf?
1. IHK-Zertifikatslehrgänge
IHK-Weiterbildungen gehören zu den beliebtesten Qualifizierungswegen:
- Dauer:
- 5-6 Monate berufsbegleitend
- Format:
- Fernstudium mit Studienhefte und Online-Seminare, zeitlich und örtlich flexibel
- Kosten:
- Ca. 2.000-3.500 €
- Abschluss:
- IHK-Zertifikat "Betriebliche:r Gesundheitsmanager:in (IHK)"
- Vorteile:
- Bundesweit anerkannt, hohe Praxisorientierung, berufsbegleitend möglich
2. Zertifizierte Weiterbildungen bei Akademien
Verschiedene Bildungsträger bieten spezialisierte BGM-Weiterbildungen:
- Anbieter:
- BSA-Akademie, Deutsche Sportakademie, TÜV Rheinland, Academy of Sports
- Dauer:
- 2-12 Monate
- Format:
- Blended Learning mit Studienbriefen, Seminaren und Webinaren
- Kosten:
- 2.000-3.500 €
- Besonderheit:
- Zertifizierung durch den Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) möglich
3. Bachelor- und Master-Studiengänge
Für umfassende Qualifikation bieten sich akademische Wege an:
Bachelor:
- Gesundheitsmanagement (B.A.)
- Sport- und Gesundheitsmanagement (B.Sc.)
- Dauer: 6-8 Semester
- Auch dual möglich
Master:
- Betriebliches Gesundheitsmanagement (M.Sc.)
- Prävention und Gesundheitsmanagement (M.A.)
- Dauer: 3-4 Semester
Die dualen Bachelor-Studiengänge verbinden eine betriebliche Ausbildung und ein Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen an bundesweiten Studienzentren.
4. Spezialisierung: Walking und Nordic Walking Trainer:in
Eine interessante Ergänzung zur klassischen BGM-Weiterbildung bietet die Qualifikation als Walking- oder Nordic Walking Trainer:in. Diese Spezialisierung ermöglicht es Ihnen, konkrete Bewegungsangebote im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements anzubieten.
Was ist Walking/Nordic Walking im BGM-Kontext?
Walking ist eine gelenkschonende, gesundheitsorientierte Ausdauersportart, die sich ideal für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen eignet. Die Sportart ist:
- Leicht erlernbar für alle Fitnesslevel
- Durchführbar in der Mittagspause oder nach Feierabend
- Kostengünstig in der Umsetzung
- Effektiv für Herz-Kreislauf-System und Stressabbau
DWI-zertifizierte Walking-Ausbildung
Das Deutsche Walking Institut e.V. (DWI) bietet standardisierte Trainerausbildungen an:
- Ausbildungsformate:
-
- Nordic Walking Instructor (Basis-Qualifikation)
- Nordic Walking Trainer (erweiterte Qualifikation)
- Nordic Walking Coach (höchste Qualifikationsstufe)
- Dauer:
- 2-5 Tage pro Ausbildungsstufe
- Format:
- Präsenzausbildung mit praktischen und theoretischen Einheiten
- Kosten:
- Je nach Stufe zwischen 300-800 €
- Inhalte:
-
- Technikschulung und Bewegungsanalyse
- Trainingslehre und Trainingsplanung
- Gesundheitsorientiertes Training
- Kursorganisation und -durchführung
- Zielgruppenspezifische Anpassungen
Vorteile für BGM-Manager:innen:
Sie können selbst qualifizierte Walking-Kurse im Unternehmen anbieten, statt externe Dienstleister zu buchen. Dies spart Kosten und erhöht die Flexibilität.
Walking-Angebote sind niedrigschwellig und sprechen auch bewegungsungewohnte Mitarbeitende an. Die Erfolgsquote bei der Teilnahme ist hoch.
Sie erweitern Ihr Kompetenzprofil um eine praktische Komponente. Die Kombination aus strategischem BGM-Wissen und praktischer Bewegungskompetenz macht Sie besonders wertvoll.
Walking-Gruppen fördern nebenbei den Teamzusammenhalt und die informelle Kommunikation zwischen Mitarbeitenden verschiedener Abteilungen.
Für wen eignet sich diese Zusatzqualifikation?
Die Walking-Ausbildung ist besonders sinnvoll, wenn Sie:
- Freude an Bewegung und Outdoor-Aktivitäten haben
- Praktische Gesundheitsförderung selbst durchführen möchten
- In kleinen bis mittelständischen Unternehmen ohne große BGM-Budgets arbeiten
- Ihr Angebot als selbstständige:r BGM-Berater:in erweitern wollen
- Mit älteren Belegschaften oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen arbeiten
Kombination mit BGM-Weiterbildung:
Die Kombination aus einer fundierten BGM-Weiterbildung (IHK oder Akademie) und der praktischen Walking-Trainerausbildung ist besonders attraktiv. Sie können strategisch planen UND operativ umsetzen – eine gefragte Kompetenz, besonders in KMUs.
Weitere Infos: Detaillierte Informationen zur DWI-zertifizierten Ausbildung finden Sie unter https://walking.de/dwi-zertifizierte-walking-ausbildung/
Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?
Die Voraussetzungen variieren je nach Weiterbildungsformat:
Für Zertifikatslehrgänge (IHK, Akademien):
Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium sowie jeweils ein Jahr Berufserfahrung
Manche Anbieter akzeptieren auch:
- Mehrjährige Berufserfahrung ohne Abschluss
- Quereinsteiger:innen mit nachweislichem Interesse am Gesundheitsbereich
Für Bachelor-Studiengänge:
Mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss)
Alternativ:
- Meisterprüfung
- Abschluss als staatlich geprüfte:r Techniker:in oder Betriebswirt:in
Für Master-Studiengänge:
- Bachelor-Abschluss in Gesundheitsmanagement oder vergleichbarem Fach
- Teilweise wird Berufserfahrung vorausgesetzt
Wichtig: Grundlegendes Interesse am Gesundheitswesen ist essenziell. Sie sollten Freude daran haben, sich mit gesundheitlichen Themen auseinanderzusetzen und einen Beitrag zur Förderung der Mitarbeiter:innengesundheit leisten wollen.
Was lernen Sie in der Weiterbildung?
Kernthemen der BGM-Weiterbildung
Modul 1: Grundlagen des BGM
- Rechtliche Rahmenbedingungen (Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz)
- Historische Entwicklung und Bedeutung
- Unterschied zwischen BGM und betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF)
Modul 2: Strategisches Management
- Bedarfs- und prozessorientierte Vorgehensweise nach GKV-Leitfaden Prävention
- BGM-Prozess: Analyse, Planung, Umsetzung, Evaluation
- Projektmanagement im BGM
- Qualitätsmanagement und Zertifizierung
Modul 3: Analyse und Instrumente
- Methoden und Instrumente zur Analyse der betrieblichen Ausgangssituation bezüglich gesundheitlicher Belastungen und Ressourcen
- Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen nach § 5 ArbSchG
- Gesundheitszirkel und Mitarbeiter:innenbefragungen
- Kennzahlen und Reporting
Modul 4: Maßnahmenentwicklung
- Verhaltens- und Verhältnisprävention
- Bedarfsgerechte Maßnahmen entwickeln, umsetzen und deren Wirksamkeit sichern
- Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
- Mental Health und Stressmanagement
Modul 5: Kommunikation und Führung
- Gesunde Führung
- Change Management
- Stakeholder-Management
- Marketing für BGM-Angebote
Modul 6: Rechtliche Aspekte
- Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
- Datenschutz im BGM
- Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Unfallversicherungen
Praxisbezug ist entscheidend
Seriöse Weiterbildungen setzen auf:
- Fallbeispiele aus der Praxis
- Konzepterstellung als Abschlussarbeit
- Rollenspiele für Präsentationen vor der Geschäftsführung
- Best-Practice-Austausch mit erfahrenen Dozierenden
Welche Anbieter sind empfehlenswert?
Zertifizierte Institutionen
Der Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) hat folgende Ausbildungsinstitutionen zertifiziert:
- IST-Studieninstitut
- BSA-Akademie
- Deutsche Sportakademie
- Deutsche Hotelakademie (DHA)
- DTB-Akademie
Tipp: Die abschließende Prüfung wird vom Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement [BBGM] e. V. abgenommen. Diese Zertifizierung garantiert hohe Qualitätsstandards.
Weitere renommierte Anbieter
- IHK-Bildungsinstitute bundesweit
- TÜV Rheinland Akademie
- Haufe Akademie
- IBB Institut für Berufliche Bildung
- Academy of Sports
- Moveup / BTA Weiterbildung
Hochschulen für akademische Abschlüsse
- SRH Fernhochschule – The Mobile University
- APOLLON Hochschule
- Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
- Hochschule Aalen
- Ernst-Abbe-Hochschule Jena
Was kostet die Weiterbildung?
Zertifikatslehrgänge
Kurze Lehrgänge (2-6 Monate):
- 2.000-2.500 €
- Ratenzahlung oft möglich (z.B. 169 € pro Monat)
- Prüfungsgebühr: 150-200 €
Umfassende Lehrgänge (8-12 Monate):
- 2.500-3.500 €
- Inklusive Studienmaterialien und Betreuung
Bachelor-Studiengänge
Staatliche Hochschulen:
- Semesterbeitrag: 150-350 € pro Semester
- Gesamtkosten: ca. 1.000-2.500 € für gesamtes Studium
Private Hochschulen/Fernstudium:
- 200-400 € pro Monat
- Gesamtkosten: 10.000-20.000 € für Bachelor
Master-Studiengänge
- 250-500 € pro Monat
- Gesamtkosten: 9.000-18.000 € für Master
Fördermöglichkeiten
- Bildungsgutschein:
- Bei Arbeitssuchenden: 100% Förderung durch Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich
Weitere Förderungen:
- Bildungsprämie
- Aufstiegs-BAföG (für Fortbildungen auf Bachelor-/Master-Niveau)
- Bildungsurlaub in vielen Bundesländern
- Betriebliche Förderung durch Arbeitgeber
- Steuerliche Absetzbarkeit als Werbungskosten
Welche Karrierechancen haben Sie?
Vielfältige Tätigkeitsfelder
- Interne Position im Unternehmen:
-
- BGM-Manager:in oder BGM-Koordinator:in
- Schnittstelle zwischen HR, Arbeitssicherheit und Betriebsrat
- Entwicklung bedarfsgerechter Maßnahmen, Umsetzung und Sicherung deren Wirksamkeit
- Beratung und Dienstleistung:
-
- Externe:r BGM-Berater:in für verschiedene Unternehmen
- Selbstständige Tätigkeit
- Spezialisierung auf bestimmte Branchen oder Themen
- Krankenkassen und Versicherungen:
-
- BGF-Berater:in bei gesetzlichen Krankenkassen
- Produktentwicklung für Gesundheitsangebote
- Kundenbetreuung im Firmenkundengeschäft
- Öffentlicher Sektor:
-
- Unfallkassen und Berufsgenossenschaften
- Kommunale Gesundheitsförderung
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen
- Weitere Bereiche:
-
- Fitnessstudios und Gesundheitszentren mit BGM-Angeboten
- Medizinische Versorgungszentren
- Rehabilitationseinrichtungen
Zukunftsperspektiven im Arbeitsmarkt
Die Nachfrage nach BGM-Fachkräften wächst kontinuierlich:
Die meisten Unternehmen haben noch kein betriebliches Gesundheitsmanagement. Dementsprechend groß ist das Potenzial – vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.
Angesichts von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und zunehmender Arbeitsbelastung ist betriebliches Gesundheitsmanagement ein strategischer Erfolgsfaktor.
Trends 2025:
- Ganzheitliches BGM integriert physische, mentale und soziale Gesundheitsaspekte
- Digitale Gesundheitsangebote und Apps
- Mental Health und psychische Gefährdungsbeurteilung
- Nachhaltigkeitskonzepte im BGM
- Hybride Arbeitsmodelle erfordern flexible BGM-Strategien
Was verdienen betriebliche Gesundheitsmanager:innen?
Einstiegsgehalt
Als Gesundheitsmanager:in können Sie bereits in den ersten Jahren mit einem monatlichen Bruttogehalt von ca. 4.300 Euro rechnen.
Je nach Qualifikation:
- Mit abgeschlossener Berufsausbildung: durchschnittliches Jahresgehalt von 45.936 €
- Mit akademischem Abschluss: durchschnittlich 72.423 € pro Jahr
Durchschnittsgehalt
Das Durchschnittsgehalt liegt bei etwa 42.700 € bis 58.300 € pro Jahr, abhängig von:
- Qualifikation und Berufserfahrung
- Unternehmensgröße
- Region
- Branche
Mit Berufserfahrung
Je länger Sie als Gesundheitsmanager:in tätig sind und je mehr Berufserfahrung Sie sammeln, desto besser sind Ihre Gehaltsaussichten.
Wer es in einem Unternehmen oder in einer Einrichtung des Gesundheitswesens in die Führungsetage schafft, hat sogar Chancen auf ein sechsstelliges Jahresgehalt.
Regionale Unterschiede
Top-Gehälter erzielen Sie in:
- Essen: durchschnittlich 80.532 € pro Jahr
- München: ca. 46.800 € jährlich
- Stuttgart: ca. 46.200 € jährlich
- Frankfurt und Hamburg: überdurchschnittlich
Geringere Gehälter:
- Ostdeutschland generell niedriger
- Bremen: ca. 29.400 € jährlich
- Leipzig: ca. 39.400 € jährlich
Als selbstständige:r Berater:in
Berater:innen für Betriebliches Gesundheitsmanagement verdienen durchschnittlich 37.600 € bis 53.500 € pro Jahr als Einstiegsgehalt, mit Berufserfahrung deutlich mehr.
Ihre Verdienstmöglichkeiten hängen von Ihrer Leistung, Ihrem Netzwerk und Ihrer Fähigkeit zum Selbstmarketing ab.
Für wen eignet sich die Weiterbildung?
Ideale Voraussetzungen
Sie sollten die Weiterbildung in Betracht ziehen, wenn Sie:
Aus folgenden Bereichen kommen:
- Personalwesen und Human Resources
- Gesundheits- und Sozialwesen
- Sport- und Fitnesswirtschaft
- Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
- Betriebsrat oder Personalrat
- Unternehmensberatung
Diese Eigenschaften mitbringen:
- Kommunikationsstärke und Empathie
- Organisationstalent und Projektmanagement-Fähigkeiten
- Interesse an Gesundheitsthemen
- Freude an der Arbeit mit Menschen
- Betriebswirtschaftliches Verständnis
- Analysefähigkeit
Diese Ziele verfolgen:
- Karriereaufstieg im HR-Bereich
- Spezialisierung im Gesundheitssektor
- Beruflicher Neustart nach Umorientierung
- Selbstständigkeit als Berater:in
- Verantwortung für Mitarbeiter:innengesundheit übernehmen
Quereinsteiger:innen willkommen
Sie müssen nicht zwingend aus dem Gesundheitsbereich kommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, lediglich das eigene Interesse an gesunder Lebensweise ist wünschenswert.
Erfolgreiche BGM-Manager:innen haben oft vielfältige berufliche Hintergründe:
- Kaufmännische Berufe
- Verwaltung
- Sozialberufe
- Technische Berufe mit Führungserfahrung
Lohnt sich die Weiterbildung wirklich?
Pro: Diese Vorteile sprechen dafür
- Exzellente Jobperspektiven
- Der Arbeitsmarkt für BGM-Fachkräfte wächst stetig. Immer mehr Unternehmen erkennen den Nutzen und investieren in Gesundheitsmanagement.
- Sinnstiftende Tätigkeit
- Sie tragen direkt zur Gesundheit und Zufriedenheit von Mitarbeitenden bei. Ihre Arbeit hat messbare positive Auswirkungen.
- Vielseitiges Aufgabenfeld
- Kein Tag gleicht dem anderen. Sie arbeiten mit verschiedenen Menschen, planen Projekte und setzen innovative Maßnahmen um.
- Gutes Gehalt
- Mit entsprechender Qualifikation und Erfahrung sind attraktive Gehälter möglich.
- Flexibilität
- Viele Positionen bieten flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten.
- Zukunftssicherheit
- BGM wird auch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Demografischer Wandel und Fachkräftemangel verstärken diesen Trend.
Contra: Diese Herausforderungen sollten Sie kennen
- Investition Zeit und Geld
- Die Weiterbildung kostet 2.000-3.500 € und erfordert mehrere Monate intensives Lernen neben dem Beruf.
- Kein garantierter Erfolg
- Nicht jedes Unternehmen hat Budget oder Verständnis für BGM. Überzeugungsarbeit ist oft notwendig.
- Vielfältige Anforderungen
- Sie benötigen Kompetenzen in vielen Bereichen: Gesundheit, Betriebswirtschaft, Psychologie, Kommunikation, Recht.
- Langfristige Prozesse
- BGM zeigt Erfolge oft erst nach Monaten oder Jahren. Sie brauchen Geduld und Durchhaltevermögen.
Unser Fazit
Die Weiterbildung lohnt sich für Sie, wenn:
- Sie Interesse an Gesundheitsthemen haben
- Sie Menschen und deren Wohlbefinden wichtig sind
- Sie einen zukunftssicheren, vielseitigen Job suchen
- Sie Veränderungen in Organisationen bewirken möchten
- Sie bereit sind, sich kontinuierlich weiterzubilden
Häufige Fragen zur BGM-Weiterbildung
Kann ich die Weiterbildung neben dem Beruf machen?
Ja, die meisten Weiterbildungen sind explizit für Berufstätige konzipiert. Fernstudium-Formate ermöglichen zeitlich und örtlich flexibles Lernen. Sie sollten mit einem Zeitaufwand von 8-12 Stunden pro Woche rechnen.
Brauche ich medizinische Vorkenntnisse?
Nein. Es sind keine medizinischen Kenntnisse nötig. Grundlegendes Gesundheitsinteresse und Bereitschaft zur Weiterbildung reichen aus.
Ist eine Zertifizierung durch den BBGM wichtig?
Ja, sie ist ein Qualitätsmerkmal. Der BBGM hat Ausbildungsinstitutionen zertifiziert, die seinen Qualitätskriterien für die Aus- und Weiterbildung im BGM entsprechen. Dies garantiert anerkannte Standards und erhöht Ihre Chancen am Arbeitsmarkt.
Kann ich mich nach der Weiterbildung selbstständig machen?
Ja, viele BGM-Manager:innen arbeiten als selbstständige Berater:innen. Die Weiterbildung bereitet Sie darauf vor, ob als interne Fachkraft, als betriebliche:r Gesundheitsmanager:in, Dienstleister:in im Bereich BGM oder als BGM-Berater:in zu arbeiten. Ein solides Netzwerk und Praxiserfahrung sind für die Selbstständigkeit allerdings hilfreich.
Welche Weiterbildungen gibt es nach dem Abschluss?
Nach der Grundqualifikation können Sie sich spezialisieren:
- Mental Health Manager:in
- BGF-Berater:in mit Schwerpunkt Ernährung oder Bewegung
- Arbeitspsychologie
- Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
- Gesundheitscoaching
- Betriebliche Suchtberatung
- Master-Studium für Führungspositionen
Gibt es Unterschiede zwischen BGM und BGF?
Ja. BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) ist der Überbegriff für alle Strategien und Maßnahmen. BGF (Betriebliche Gesundheitsförderung) umfasst die konkreten Maßnahmen wie Rückenschulkurse, Ernährungsberatung oder Stressbewältigung. BGM ist strategisch, BGF operativ.
Muss ich für die IHK-Prüfung extra lernen?
Die Weiterbildungen bereiten Sie gezielt auf die IHK-Prüfung vor. Die Anmeldung für die IHK-Prüfung erfolgt über das jeweilige Studieninstitut. Prüfungsvorbereitende Tutorien sind meist im Programm enthalten.
Nächste Schritte: So starten Sie
1. Informieren Sie sich gründlich
- Fordern Sie Infomaterial bei mehreren Anbietern an
- Vergleichen Sie Inhalte, Kosten und Abschlüsse
- Prüfen Sie die BBGM-Zertifizierung
- Lesen Sie Bewertungen ehemaliger Teilnehmender
2. Klären Sie die Finanzierung
- Prüfen Sie Fördermöglichkeiten (Bildungsgutschein, Aufstiegs-BAföG)
- Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Unterstützung
- Kalkulieren Sie realistische Gesamtkosten
- Planen Sie Ratenzahlungen ein
3. Wählen Sie den passenden Zeitpunkt
- Planen Sie ausreichend Zeit für das Selbststudium ein
- Berücksichtigen Sie private Verpflichtungen
- Viele Anbieter ermöglichen flexible Starttermine
- Nutzen Sie Bildungsurlaub, falls möglich
4. Melden Sie sich an
- Reichen Sie die erforderlichen Unterlagen ein
- Sichern Sie sich Ihren Platz
- Nutzen Sie Beratungsangebote der Anbieter
- Klären Sie letzte offene Fragen
5. Starten Sie motiviert durch
- Organisieren Sie Ihr Zeitmanagement
- Nutzen Sie Austausch mit anderen Teilnehmenden
- Setzen Sie das Gelernte direkt in der Praxis um
- Bauen Sie Ihr Netzwerk im BGM-Bereich auf
Fazit: Ihre Investition in eine gesunde Zukunft
Die Weiterbildung zum:zur betrieblichen Gesundheitsmanager:in ist mehr als nur ein Karriereschritt. Sie qualifizieren sich für ein Berufsfeld mit Zukunft, in dem Sie echten Mehrwert für Unternehmen und Menschen schaffen.
Wichtigste Erkenntnisse:
Die Nachfrage nach BGM-Fachkräften steigt kontinuierlich. Die Branche entwickelt sich äußerst dynamisch. Unternehmen, die sich dem Thema gegenüber bislang verschlossen zeigten, wenden sich diesem gerade zu.
Es gibt vielfältige Weiterbildungswege – von 5-monatigen Zertifikatskursen bis zum Master-Studium. Wählen Sie den Weg, der zu Ihrer Lebenssituation passt.
Die Investition lohnt sich: Mit Gehältern zwischen 35.000 € und über 80.000 € (je nach Qualifikation und Erfahrung) sowie exzellenten Zukunftsaussichten bietet BGM attraktive Perspektiven.
Sie tragen zu einer gesünderen Arbeitswelt bei und beeinflussen positiv das Leben vieler Menschen. Eine sinnstiftende Tätigkeit mit gesellschaftlicher Relevanz erwartet Sie.
Starten Sie jetzt: Die beste Zeit für Ihre Weiterbildung ist heute. Je früher Sie beginnen, desto schneller profitieren Sie von den Vorteilen dieses wachsenden Berufsfeldes.
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