Sportwissenschaft Studium: 10 Schritte zum erfolgreichen Studieneinstieg 2025

sportwissenschaft studium

Ein Sportwissenschaft Studium verbindet Ihre Leidenschaft für Sport mit fundiertem wissenschaftlichem Wissen. Sie beschäftigen sich mit Bewegungslehre, Trainingsoptimierung, Gesundheitsförderung und biomechanischen Prozessen. Das Studium dauert in der Regel 6 Semester im Bachelor und qualifiziert Sie für vielfältige Berufsfelder – vom Leistungssport über Rehabilitation bis zur Gesundheitsprävention.

In Deutschland bieten über 60 Hochschulen sportwissenschaftliche Studiengänge an. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester für den Bachelor of Arts oder Bachelor of Science. Der NC liegt je nach Standort zwischen 1,8 und 2,5. Besonders gefragt sind Universitäten in Köln, Leipzig, München und Hamburg.

Dieser Artikel beantwortet alle relevanten Fragen zum Sportwissenschaft Studium 2025 – von Zulassungsvoraussetzungen über Studieninhalte bis zu konkreten Karrierewegen. Sie erhalten einen detaillierten Überblick über Schwierigkeitsgrad, Verdienstmöglichkeiten und praktische Studienvorbereitung.

Was studiert man in der Sportwissenschaft?

Das Sportwissenschaft Studium umfasst theoretische und praktische Module aus verschiedenen Fachbereichen. Sie lernen biomechanische Grundlagen, trainingsphysiologische Prozesse, sportmedizinische Zusammenhänge und bewegungswissenschaftliche Konzepte kennen.

Kernfächer im Bachelorstudium:

  • Anatomie und Physiologie (Muskel-Skelett-System, Herz-Kreislauf-System)
  • Trainingswissenschaft (Trainingsplanung, Belastungssteuerung, Leistungsdiagnostik)
  • Bewegungswissenschaft (Motorisches Lernen, Bewegungsanalyse, Koordination)
  • Sportmedizin (Sportverletzungen, Prävention, Rehabilitation)
  • Sportpsychologie (Motivation, mentales Training, Gruppendynamik)
  • Sportpädagogik (Vermittlungskonzepte, Didaktik, Lerntheorien)

Die praktischen Anteile machen etwa 40-50% des Studiums aus. Sie trainieren verschiedene Sportarten, analysieren Bewegungsabläufe und führen eigenständig Trainingseinheiten durch. Laborpraktika in Biomechanik und Leistungsdiagnostik ergänzen die Theorie.

Vertiefungsrichtungen ab dem 4. Semester:

  • Leistungssport und Training
  • Gesundheitssport und Prävention
  • Rehabilitation und Therapie
  • Sportmanagement und Ökonomie

Das Studium schließt mit einer wissenschaftlichen Bachelorarbeit ab, in der Sie eine eigene Forschungsfrage bearbeiten. Typische Themen sind Trainingsinterventionen, biomechanische Analysen oder sportwissenschaftliche Erhebungen.

Wie lange dauert ein Studium der Sportwissenschaft?

Das Bachelorstudium Sportwissenschaft dauert 6 Semester in der Regelstudienzeit. Dies entspricht 3 Jahren Vollzeitstudium mit insgesamt 180 ECTS-Leistungspunkten. Pro Semester absolvieren Sie durchschnittlich 30 ECTS durch Vorlesungen, Seminare, Praktika und Prüfungen.

Die tatsächliche Studiendauer liegt bundesweit bei durchschnittlich 7,2 Semestern. Etwa 68% der Studierenden schließen den Bachelor innerhalb von 7-8 Semestern ab. Hauptgründe für Verzögerungen sind Praktika, Nebenjobs und sportliche Wettkämpfe.

Zeitplan Bachelor Sportwissenschaft:

  • Semester 1-2: Grundlagen (Anatomie, Physiologie, Bewegungslehre)
  • Semester 3-4: Aufbau (Trainingswissenschaft, Sportmedizin, Vertiefung)
  • Semester 5: Vertiefung und Praktikum (8-12 Wochen)
  • Semester 6: Bachelorarbeit und Abschlussmodule

Das anschließende Masterstudium dauert weitere 4 Semester (120 ECTS). Sie spezialisieren sich auf einen Fachbereich und vertiefen Ihre wissenschaftlichen Kompetenzen. Der Master ist Voraussetzung für Promotionen und viele leitende Positionen.

Teilzeitstudium-Option:

Einige Hochschulen bieten Teilzeitmodelle mit 8-10 Semestern Studiendauer an. Diese eignen sich besonders für Leistungssportler:innen, die parallel trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen.

Eine flexible Alternative zum klassischen Vollzeitstudium bietet eine berufsbegleitende Weiterbildung. Das Deutsche Walking Institut e.V. bietet eine DWI-zertifizierte Walking-Ausbildung mit flexiblem Online-Anteil und nur 1 Tag (8 Stunden) Präsenzphase.

Welche Berufe mit Sportwissenschaft Studium?

Ein Sportwissenschaft Studium eröffnet Ihnen vielfältige Karrierewege in Sport, Gesundheit und Wirtschaft. Etwa 89% der Absolvent:innen finden innerhalb von 6 Monaten nach Studienabschluss eine feste Anstellung. Das Einstiegsgehalt liegt durchschnittlich bei 32.000-42.000 Euro brutto jährlich.

Gehaltsübersicht nach Berufsfeldern

Berufsfeld Typische Positionen Durchschnittsgehalt (brutto/Jahr)
Leistungssport & Training Trainer:in, Athletiktrainer:in, Leistungsdiagnostiker:in 38.000-55.000 €
Gesundheit & Prävention Gesundheitsmanager:in, Rehasport-Übungsleiter:in, Personal Trainer:in 32.000-48.000 €
Forschung & Wissenschaft Wissenschaftl. Mitarbeiter:in, Biomechaniker:in 45.000-62.000 €
Management & Verwaltung Sportmanager:in, Event-Manager:in, Marketing-Spezialist:in 36.000-58.000 €
Bildung & Vermittlung Dozent:in, Referent:in, E-Learning-Developer:in 34.000-52.000 €

Quelle: Indeed Karriere-Guide Sportwissenschaft

Eine spezialisierte Zusatzqualifikation wie die Walking-Trainer-Ausbildung des Deutschen Walking Instituts e.V. erweitert Ihr Berufsfeld um gefragte Gesundheitssport-Kompetenzen.

Ist Sportwissenschaft ein schweres Studium?

Die Schwierigkeit des Sportwissenschaft Studiums bewerten Studierende durchschnittlich mit 3,2 von 5 Punkten. Das Studium verbindet naturwissenschaftliche Theorie mit praktischen Anforderungen und erfordert sowohl kognitive als auch körperliche Leistungsfähigkeit.

Herausforderungen im Studium:

1. Naturwissenschaftliche Grundlagen

Anatomie, Physiologie und Biochemie stellen für viele die größte Hürde dar. Sie müssen komplexe biologische Prozesse verstehen und auf Bewegung anwenden. Die Durchfallquote in Anatomie-Klausuren liegt bei etwa 25-30% im ersten Versuch.

2. Mathematik und Statistik

Forschungsmethoden, Datenanalyse und Statistik sind Pflichtmodule. Sie werten Studien aus, führen eigene Erhebungen durch und berechnen statistische Kennwerte. Grundkenntnisse in SPSS oder R sind erforderlich.

3. Praktische Prüfungen

Neben Klausuren absolvieren Sie praktische Prüfungen in verschiedenen Sportarten. Sie demonstrieren Bewegungstechniken, korrigieren andere und leiten Trainingseinheiten an. Die körperliche Fitness muss während des gesamten Studiums erhalten bleiben.

4. Zeitmanagement

Die Kombination aus Vorlesungen, Praktika, Laborarbeit und eigenem Training erfordert gutes Zeitmanagement. Wöchentlich investieren Sie 25-35 Stunden in Präsenzveranstaltungen plus 15-20 Stunden Selbststudium.

Wöchentlicher Zeitaufwand im Sportwissenschaft Studium

Aktivität Stunden pro Woche Anteil
Vorlesungen & Seminare 15-20 35-40%
Praktische Übungen & Sport 8-12 20-25%
Laborpraktika 2-3 5%
Selbststudium & Prüfungsvorbereitung 15-20 30-35%
Gesamt 40-55 100%

Erfolgsfaktoren:

  • Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen
  • Disziplin und Durchhaltevermögen
  • Gute Selbstorganisation
  • Sportliche Grundfitness
  • Teamfähigkeit für Gruppenprojekte

Etwa 82% der Studierenden schließen das Bachelorstudium erfolgreich ab. Die Abbruchquote liegt bei 18%, hauptsächlich in den ersten zwei Semestern. Hauptgründe sind falsche Erwartungen, mangelnde naturwissenschaftliche Vorkenntnisse und fehlende Motivation.

Was kann man mit einem Sportwissenschaftsstudium machen?

Mit einem abgeschlossenen Sportwissenschaft Studium stehen Ihnen konkret diese Tätigkeitsfelder offen:

Direkter Berufseinstieg nach dem Bachelor:

Sie arbeiten als Fitnesstrainer:in in Premium-Studios oder betreuen Sportvereine im Breitensport. Etwa 42% der Bachelorabsolvent:innen steigen direkt in die Berufspraxis ein. Das Einstiegsgehalt liegt bei 28.000-35.000 Euro brutto jährlich.

Alternativ übernehmen Sie Positionen in der betrieblichen Gesundheitsförderung bei mittelständischen Unternehmen. Sie entwickeln Bewegungsprogramme, führen Gesundheitschecks durch und koordinieren Präventionsmaßnahmen. Krankenkassen stellen vermehrt Absolvent:innen für Präventionskurse und Beratungsangebote ein.

Tätigkeiten mit Masterabschluss:

Der Master qualifiziert Sie für Führungspositionen und spezialisierte Fachbereiche. Sie leiten Reha-Zentren, koordinieren Forschungsprojekte oder arbeiten in der Sportentwicklung bei Verbänden. Das Gehalt steigt auf durchschnittlich 42.000-58.000 Euro.

Einstiegsgehälter nach Abschluss

Abschluss Durchschnittsgehalt (brutto/Jahr) Gehaltsspanne
Bachelor Sportwissenschaft 31.875 € 28.000-35.000 €
Master Sportwissenschaft 43.236 € 38.000-45.000 €
Durchschnittlich (alle Abschlüsse) 41.600 € 33.700-47.900 €

Quelle: Berufsstart Gehaltsanalyse und StepStone Gehaltsreport

Sie können sich auch selbstständig machen: 23% der Sportwissenschaftler:innen arbeiten freiberuflich als Personal Trainer:innen, Berater:innen oder Dozent:innen. Die Stundensätze liegen zwischen 60-120 Euro, je nach Qualifikation und Spezialisierung.

Zusatzqualifikationen erweitern Ihr Tätigkeitsspektrum: Lizenzen wie Ernährungsberater:in, Physiotherapeut:in oder spezialisierte Trainer-Zertifikate erhöhen Ihre Marktchancen deutlich. Die DWI-zertifizierte Walking-Ausbildung qualifiziert Sie beispielsweise für den wachsenden Gesundheitssportmarkt.

Was kann man werden, wenn man Sportwissenschaften studiert?

Nach einem Sportwissenschaft Studium werden Sie je nach Spezialisierung und Zusatzqualifikation zu einer dieser Berufspersonen:

Anerkannte Berufsbezeichnungen:

Sportwissenschaftler:in ist die allgemeine Berufsbezeichnung nach abgeschlossenem Studium. Sie arbeiten wissenschaftlich fundiert mit Sport, Bewegung und Gesundheit. Diese Bezeichnung ist geschützt und setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus.

Sportökonom:in werden Sie durch eine Spezialisierung auf Management, Marketing und Ökonomie im Sport. Sie kalkulieren Budgets, entwickeln Vermarktungsstrategien und leiten Sportorganisationen. Typische Arbeitgeber sind Bundesligavereine, Sportartikel-Hersteller oder Event-Agenturen.

Trainingstherapeu:in betreuen Sie Patient:innen mit orthopädischen, kardiologischen oder neurologischen Erkrankungen. Sie erstellen therapeutische Trainingspläne und führen Bewegungstherapien durch. Voraussetzung ist eine Zusatzqualifikation zum Sport- und Bewegungstherapeuten (DVS).

Leistungsdiagnostiker:in führen Sie sportmedizinische Tests durch: Laktatmessungen, Spiroergometrien, Kraftdiagnostik. Sie werten Daten aus und leiten daraus Trainingsempfehlungen ab. Diese Position finden Sie an Olympiastützpunkten, Universitäten und bei Profisportvereinen.

Akademische Laufbahn:

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in forschen und lehren Sie an Universitäten oder Forschungsinstituten. Sie promovieren, betreuen Studierende und publizieren Ihre Forschungsergebnisse. Die Promotion dauert 3-5 Jahre und öffnet Türen zur Professur.

Dozent:in für Sportwissenschaft unterrichten Sie an Berufsfachschulen, Sportakademien oder Trainer-Akademien. Sie vermitteln sportpraktische und sporttheoretische Inhalte und prüfen Teilnehmende. Ein Master ist hierfür in der Regel erforderlich.

Spezialisierte Positionen:

Biomechaniker:in analysieren Sie Bewegungen mit 3D-Kamerasystemen und Kraftmessplatten. Sie arbeiten in der Sportartikel-Entwicklung, bei Automobilherstellern (Crash-Tests) oder in der Medizintechnik. Das Durchschnittsgehalt liegt bei 52.000 Euro.

Sporternährungsberater:in kombinieren Sie Sport- und Ernährungswissen. Sie betreuen Leistungssportler:innen, entwickeln Ernährungspläne und optimieren die Nährstoffversorgung. Eine Zusatzqualifikation (z.B. DGE-Zertifikat) ist erforderlich.

Betrieblicher Gesundheitsmanager:in implementieren Sie Gesundheitsprogramme in Unternehmen. Sie analysieren Fehlzeiten, entwickeln Präventionskonzepte und koordinieren Gesundheitsmaßnahmen. Etwa 15% der Absolvent:innen arbeiten in diesem Bereich.

Was lernt man im Studium Sportwissenschaft?

Im Sportwissenschaft Studium erwerben Sie wissenschaftliches und praktisches Wissen über Bewegung, Training und Sport. Sie lernen, wie der menschliche Körper auf Belastung reagiert, wie Trainingsprozesse gesteuert werden und wie Sie wissenschaftlich fundiert arbeiten.

Wissenschaftliche Kompetenzen:

Sie analysieren Forschungsstudien kritisch, bewerten Methoden und interpretieren Ergebnisse. In Forschungsmethoden lernen Sie Studiendesigns kennen: Experimentelle Designs, Querschnittstudien, Längsschnittstudien. Sie führen selbst Datenerhebungen durch und werten diese mit Statistiksoftware aus.

Das wissenschaftliche Schreiben trainieren Sie durch Hausarbeiten, Protokolle und Ihre Abschlussarbeit. Sie zitieren korrekt, strukturieren Texte logisch und argumentieren evidenzbasiert. Diese Fähigkeit ist essentiell für alle Berufsfelder.

Praktische Fertigkeiten:

Sie erlernen Bewegungstechniken in mindestens 8-12 Sportarten:

  • Leichtathletik (Laufen, Springen, Werfen)
  • Turnen und Gerätturnen
  • Schwimmen und Wassersport
  • Mannschaftssportarten (Fußball, Handball, Basketball, Volleyball)
  • Rückschlagspiele (Tennis, Badminton, Tischtennis)
  • Kampfsportarten (optional)
  • Gymnastik und Tanz
  • Fitness- und Gesundheitssport

Sie können Bewegungen demonstrieren, analysieren und korrigieren. Dies trainieren Sie in Lehrproben, bei denen Sie andere Studierende unterrichten. Feedback-Techniken und didaktische Modelle gehören zum Standardrepertoire.

Trainingsplanung und -steuerung:

Sie erstellen Trainingspläne für verschiedene Zielgruppen: Anfänger:innen, Leistungssportler:innen, ältere Menschen, Reha-Patient:innen. Sie berücksichtigen Trainingsprinzipien wie:

  • Belastung und Erholung
  • Progressive Steigerung
  • Individualisierung
  • Periodisierung
  • Variation

Die Belastungssteuerung lernen Sie über Herzfrequenz, Laktat, subjektives Belastungsempfinden (RPE) und Trainingsintensitätszonen. Sie interpretieren Leistungsdiagnostik-Daten und leiten konkrete Empfehlungen ab.

Wo verdienen Sportwissenschaftler am meisten?

Das Gehalt von Sportwissenschaftler:innen variiert stark nach Region, Branche und Position. Die höchsten Gehälter erzielen Sie in Süddeutschland, in der Pharmaindustrie und in Führungspositionen.

Durchschnittsgehalt nach Spezialisierung

Spezialisierung Durchschnittsgehalt (brutto/Monat) Durchschnittsgehalt (brutto/Jahr)
Sportmediziner:in 6.450 € 77.400 €
Sportpsycholog:in 4.585 € 55.020 €
Allgemeine Sportwissenschaft 3.300 € 39.600 €
Sportpädagog:in 3.163 € 37.956 €
Sportmanager:in 2.718 € 32.616 €

Quelle: Indeed - Bundesagentur für Arbeit Gehaltsdaten

Faktoren für Spitzengehälter:

  • Berufserfahrung: Nach 10 Jahren steigt das Gehalt um durchschnittlich 35-40%
  • Zusatzqualifikationen: MBA, Promotion oder Spezialisierungen erhöhen das Gehalt um 15-25%
  • Führungsverantwortung: Teamleitung bringt 8.000-15.000 Euro Aufschlag
  • Unternehmensgröße: Konzerne zahlen 15-20% mehr als KMUs
  • Verhandlungsgeschick: Aktive Gehaltsverhandlungen bringen 10-15% höhere Einstiegsgehälter

Wo arbeitet ein Sportwissenschaftler?

Sportwissenschaftler:innen arbeiten in über 15 verschiedenen Branchen und Einrichtungen. Die Arbeitsorte reichen von Sportstätten über Kliniken bis zu Büros und Laboren.

Branchen mit höchster Nachfrage nach Sportwissenschaftler:innen

Branche Anteil der Stellenangebote Typische Arbeitsorte
Freizeitbranche 18,42% Fitnessstudios, Freizeitparks, Sportanlagen
Bildungswesen 17,77% Schulen, Universitäten, Sportakademien
IT-Branche 9,56% Fitness-Apps, E-Health-Startups
Gesundheitswesen 8,85% Reha-Kliniken, Krankenhäuser, Gesundheitszentren
Tourismusbranche 7,64% Wellness-Hotels, Sport-Resorts

Quelle: Berufsstart Branchenanalyse Sportwissenschaft

Klassische Arbeitsorte:

1. Sportvereine und Verbände

Sie arbeiten in Geschäftsstellen, Leistungszentren oder Trainingsstätten. Fußball-Bundesligisten beschäftigen 3-8 Sportwissenschaftler:innen pro Verein für Athletiktraining, Leistungsdiagnostik und Talentförderung.

2. Fitnessstudios und Gesundheitszentren

Premium-Fitnessketten wie Meridian Spa, Holmes Place oder Fitness First stellen gezielt Sportwissenschaftler:innen ein. Sie betreuen Mitglieder, erstellen Trainingspläne und leiten Kurse.

3. Rehabilitationskliniken und Krankenhäuser

In orthopädischen, kardiologischen und neurologischen Reha-Kliniken leiten Sportwissenschaftler:innen die Bewegungstherapie. Sie arbeiten interdisziplinär mit Ärzt:innen, Physiotherapeut:innen und Ergotherapeut:innen.

An Sportschulen, Berufsfachschulen und Trainerakademien unterrichten Sportwissenschaftler:innen angehende Trainer:innen und Übungsleiter:innen. Das Deutsche Walking Institut e.V. setzt beispielsweise auf wissenschaftlich fundierte Ausbildungen: DWI-zertifizierte Walking-Ausbildung

Welchen Schnitt braucht man, um Sportwissenschaften zu studieren?

Für das Sportwissenschaft Studium benötigen Sie je nach Hochschule einen NC (Numerus Clausus) zwischen 1,8 und 3,2 im Abitur. Der NC variiert stark nach Standort, Bewerberzahlen und Studienmodell.

NC-Werte ausgewählter Universitäten

Universität NC Wintersemester 2024/25 Besonderheiten
Universität Köln Von Angebot und Nachfrage abhängig Sporteignungsprüfung erforderlich
Universität Leipzig 2,4 Sporteignungsprüfung erforderlich
TU München nicht klassischer NC Keine Sporteignungsprüfung erforderlich (für B. Sc.), Erforderlich für Lehramt
Universität Hamburg 2,6 Sporteignungsprüfung erforderlich
Universität Freiburg kein NC Sporteignungsprüfung erforderlich
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) kein NC Keine Sporteignungsprüfung erforderlich
Deutsche Sporthochschule Köln kein klassischer NC Nur Sporteignungsprüfung entscheidend
Universität Bayreuth kein NC Sporteignungsprüfung erforderlich

Quellen: Studis-online.de und KIT Karlsruhe Studieninfos

Wichtige Neuerung am KIT Karlsruhe: Ab 2024 ist die Sporteignungsprüfung nicht mehr Voraussetzung für die Bewerbung zum Bachelor of Science Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie. Dies macht das KIT besonders attraktiv für Bewerber:innen, die sich unsicher über ihre sportlichen Leistungen sind.

Sporteignungsprüfung – die wichtigere Hürde:

Die meisten Universitäten verlangen eine bestandene Sporteignungsprüfung. Diese prüft Ihre sportmotorischen Fähigkeiten in 6-10 Disziplinen:

Typische Prüfungsinhalte:

  • Leichtathletik (Sprint, Ausdauerlauf, Weitsprung, Kugelstoßen)
  • Turnen (Boden, Reck/Barren, Sprung)
  • Schwimmen (Freistil, Tauchstrecke)
  • Mannschaftsspiele (meist zwei: Fußball, Handball, Basketball, Volleyball)
  • Rückschlagspiele (Tennis, Badminton oder Tischtennis)
  • Gymnastik/Tanz

Sie müssen in allen Disziplinen Mindestleistungen erreichen. Die Durchfallquote liegt zwischen 25-40%, je nach Hochschule. Gute Vorbereitung ist essentiell.

Wichtige Fristen 2025:

  • Bewerbung Wintersemester: 15.07.2025
  • Sporteignungsprüfungen: März-Juli 2025
  • Bewerbung Sommersemester: 15.01.2026 (nur wenige Unis)

Melden Sie sich frühzeitig für die Sporteignungsprüfung an – viele Termine sind schnell ausgebucht. Sie können die Prüfung an einer Universität absolvieren und das Zeugnis bundesweit anerkennen lassen.

Sind Sportwissenschaftler gefragt?

Sportwissenschaftler:innen sind 2025 stark nachgefragt – besonders in Gesundheitsförderung, Prävention und betrieblichem Gesundheitsmanagement. Die Arbeitslosenquote liegt bei nur 3,2% und damit deutlich unter dem akademischen Durchschnitt von 4,8%.

Zukunftsprognosen:

Das IAB prognostiziert bis 2030 einen zusätzlichen Bedarf von 12.000-15.000 Sportwissenschaftler:innen. Besonders gefragte Spezialisierungen:

  • Gesundheitssport für Ältere
  • Digitale Gesundheitsinterventionen
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Bewegungstherapie bei chronischen Erkrankungen
  • Sportpsychologische Betreuung

Vergütungsentwicklung:

Die durchschnittlichen Einstiegsgehälter steigen seit 2020 jährlich um 3,2%. 2025 liegt der Median bei 38.400 Euro brutto. Mit Berufserfahrung und Spezialisierung erreichen Sie nach 10 Jahren durchschnittlich 54.200 Euro.

Eine Zusatzqualifikation im wachsenden Gesundheitssport-Sektor, wie die DWI-zertifizierte Walking-Ausbildung, verbessert Ihre Marktposition zusätzlich.

Fazit: Der Arbeitsmarkt für Sportwissenschaftler:innen ist robust und wächst. Mit der richtigen Spezialisierung, Flexibilität und kontinuierlicher Weiterbildung haben Sie ausgezeichnete Karrierechancen.

Häufig gestellte Fragen zum Sportwissenschaft Studium

Kann ich Sportwissenschaft ohne Abitur studieren?

Ja, Sie können Sportwissenschaft auch ohne Abitur studieren. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im sportlichen Bereich (z.B. Sport- und Fitnesskaufmann/-frau) plus mindestens 3 Jahre Berufserfahrung. Alternativ berechtigt die Meisterprüfung oder ein gleichwertiger Abschluss zum Studium. Die Sporteignungsprüfung müssen Sie in jedem Fall bestehen – außer am KIT Karlsruhe, wo diese ab 2024 nicht mehr erforderlich ist. Etwa 8% der Studienanfänger:innen im Fach Sportwissenschaft haben kein Abitur.

Wie schwer ist die Sporteignungsprüfung?

Die Sporteignungsprüfung ist anspruchsvoll – die Durchfallquote liegt zwischen 25-40%. Sie prüft sportmotorische Fähigkeiten in 6-10 Disziplinen: Leichtathletik, Turnen, Schwimmen, Mannschaftsspiele, Rückschlagspiele und Gymnastik. Sie müssen in allen Bereichen Mindestleistungen erreichen. Gute Vorbereitung durch Trainingskurse erhöht Ihre Erfolgschancen deutlich. Die meisten Bewerber:innen bereiten sich 6-12 Monate gezielt vor.

Kann man mit Sportwissenschaft Lehrer werden?

Ja, mit einem Sportwissenschaft Studium können Sie Sportlehrer:in werden. Dafür wählen Sie den Lehramtsstudiengang "Sport" plus ein zweites Unterrichtsfach (z.B. Biologie, Deutsch, Mathematik). Das Lehramtsstudium dauert 10 Semester (Bachelor + Master) und schließt mit dem Staatsexamen ab. Anschließend folgt das 18-monatige Referendariat. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 45.000 Euro brutto (A13 Beamtenbesoldung).

Lohnt sich ein Master in Sportwissenschaft?

Ein Master in Sportwissenschaft lohnt sich für Führungspositionen, Forschung und spezialisierte Fachbereiche. Sie verdienen durchschnittlich 8.000-12.000 Euro mehr pro Jahr als Bachelor-Absolvent:innen. Der Master ermöglicht Promotionen, Positionen in Wissenschaft und Forschung sowie höhere Einstiegsgehälter. Für klassische Trainer- oder Fitnessstudio-Tätigkeiten reicht oft der Bachelor. Etwa 58% der Bachelor-Absolvent:innen absolvieren einen Master.

Kann man Sportwissenschaft berufsbegleitend studieren?

Ja, mehrere Hochschulen bieten berufsbegleitende Sportwissenschaft-Studiengänge an. Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) bietet duale Studiengänge mit Präsenzphasen am Wochenende. Die IST-Hochschule für Management bietet Fernstudiengänge mit Präsenzphasen. Die Studiendauer verlängert sich auf 8-10 Semester. Diese Modelle eignen sich besonders für Berufstätige im Sport- und Fitnessbereich.

Zusammenfassung: Ihr Weg zum Sportwissenschaft Studium

Ein Sportwissenschaft Studium verbindet wissenschaftliche Expertise mit praktischem Sportwissen. Sie qualifizieren sich für vielfältige Berufsfelder in Sport, Gesundheit, Forschung und Wirtschaft. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

Studienstruktur: 6 Semester Bachelor (180 ECTS), optional 4 Semester Master (120 ECTS). Die Inhalte umfassen Anatomie, Trainingsphysiologie, Bewegungswissenschaft, Sportmedizin und praktische Sportausbildung in 8-12 Sportarten.

Zugang: NC zwischen 1,8 und 3,2 je nach Standort, verpflichtende Sporteignungsprüfung mit 25-40% Durchfallquote. Auch ohne Abitur über berufliche Qualifikation möglich. Besonderheit: Am KIT Karlsruhe ist ab 2024 keine Sporteignungsprüfung mehr erforderlich.

Berufschancen: 89% finden innerhalb von 6 Monaten eine Anstellung. Arbeitslosenquote nur 3,2%. Einstiegsgehalt 32.000-42.000 Euro, nach 10 Jahren durchschnittlich 54.200 Euro.

Arbeitsfelder: Leistungssport, Gesundheitsförderung, Rehabilitation, betriebliches Gesundheitsmanagement, Forschung, Sportmanagement. 23% arbeiten selbstständig als Personal Trainer:innen oder Berater:innen.

Der Arbeitsmarkt ist robust mit wachsender Nachfrage durch demografischen Wandel, Präventionsgesetz und Digitalisierung. Bis 2030 werden 12.000-15.000 zusätzliche Stellen prognostiziert.

Ihre nächsten Schritte:

  1. Informieren Sie sich über NC-Werte und Studienstandorte
  2. Melden Sie sich frühzeitig zur Sporteignungsprüfung an (Fristen beachten!)
  3. Bereiten Sie sich 6-12 Monate auf die Sporteignungsprüfung vor
  4. Bewerben Sie sich an mehreren Universitäten gleichzeitig
  5. Nutzen Sie Schnupperstudium oder Hochschulinformationstage

Eine fundierte sportwissenschaftliche Ausbildung kombiniert mit praxisnahen Zusatzqualifikationen – wie der DWI-zertifizierten Walking-Ausbildung des Deutschen Walking Instituts e.V. – öffnet Ihnen vielfältige Karrieretüren im Sport- und Gesundheitssektor.

Quellen

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